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Der ultimative Pack-Guide inkl Checkliste

panorama gardasee, frassino

frassino, lago di garda

 

Ich plaudere mal ein bisschen aus dem Nähkästchen und muss gestehen, ich brauche immer eine kleine gefühlte Ewigkeit zum Packen. Selbst wenn es nur ein kurzer Wochenend-Trip ist, muss ja wohl gut überlegt sein, was in den schicken (aber doch knappen) Weekender gequetscht wird und was daheim bleiben muss.

Schon gefühlte 100 Mal hatte ich fest vor, mir tatsächlich eine Liste zu schreiben. Nie in die Tat umgesetzt. Und jedes Mal gehts wieder von vorn los: Unterwäsche – ja lieber ein paar mehr .. Warte mal welche BH´s brauch ich denn. Ja das kommt darauf an, welche Klamotten bzw Outfits dabei sind. Also Gedanken weg von der Unterwäsche, die zu diesem Zeitpunkt halb fertig bereit liegt und schwupps sind wir beim Pack-Zeitfresser Nummer 1. Die Klamotten Auswahl. Diese wiederum richtet sich nach vielen verschiedenen Parametern, die da wären: Zielort/ Land, Wetter, geplante Aktivitäten (schickes Dinner in Florenz oder eher Surfen in Bali), Reise-Zeitraum und zu guter letzt die Begleitung. Was wiederum dazu führt, das man erstmal schnell das lokale Wetter checkt und schon schnappt die Falle zu. Man hat binnen 5 Minuten sein Handy wieder in der Hand. Achtung, jetzt bitte nicht ablenken lassen und schnell mal Instagram hochscrollen. Handy weglegen und weiterpacken, Herrschaften.

Back on track entscheiden wir uns für Tagesoutfits und Abendoutfits und bauen drum herum. Wir packen also Outfit für Outfit. Ein schönes Beispiel von letzter Woche: der Gardaseettrip mit 4 Freundinnen. Tagesoutfit Brokatkleid mit Spitzen-Bralet und Sandalen, Schmuck: roségoldene Armbänder mit Anker und Münzen sowie goldene kleine Initialen Ohrringe; Handtasche leger: Stoffbeutel in blass-rot und Ray-Ban rosé verspiegelt. Die Profis packen jetzt noch ein wärmendes Etwas dazu, falls es etwas frischer wird. Outfit #1 komplett. Weiter gehts mit dem Dinner Outfit: langes Ethno Kleid mit Wedges und ergänzend zum Schmuck noch ein breiter goldener Armreif, Jeansjacke (die übrigens auch zum Tages-Dress passt), gleiche Handtasche. Das könnte jetzt unendlich so weitergehen, aber das Prinzip ist klar: zu einem Outfit gleich alles dazulegen inklusive Tasche, Schmuck, Sonnenbrille, Schuhe und Jacke (evtl Strumpfhose etc).

Wenn ihr jetzt schlimmes befürchtet, so mag das teilweise stimmen, denn wer jetzt hier 6 komplett unterschiedliche Outfits zusammen stellt, dauert das und braucht zudem viel Platz. Also möge man sich für Outfits entscheiden die eine Tasche und/oder Schuhe gemein haben, man wähle wohlbedacht eine Jacke die zu allem passt und so weiter.

An dieser Stelle ein paar Insider Tipps: Wedges oder Sandalen in Tönen kaufen die sich anpassen, zum Beispiel hellgrau, nude, mattgold – mit dem kleinen Extra, dass sie optisch das Bein verlängern. Für Handtaschen gilt: Klassiker funktionieren immer und lassen sich meistens beliebig kombinieren, werten jedes Outfit auf und kann man viele Jahre tragen, sind also eine Investition.

Waren wir konsequent, haben wir jetzt die Kleidung inkl Schuhe, Handtaschen, Schmuck, Sonnenbrille und Jacke/n. Jetzt kommen die Extras, die man gern mal vergisst: Badesachen (Flip-Flops, Hut und Tuch nicht vergessen), Schlafsachen (hier kommt der Parameter Begleitung ins Spiel), Sportsachen (auch wieder bitte jeweils im Outfit denken) und ein Tuch oder Schal (vielseitig einsetzbar).

Weiter gehts mit nützlichem technischen. Wir brauchen Ladekabel fürs Handy, Headset, evtl Laptop mit Kabel (Passwörter alle im Kopf oder dabei) und jetzt mal ganz ehrlich keine Kamera, oder? Man hat ja sein Smartphone. Und na, wer denkt dran? Einen Adapterstecker passend zum Land.

Dann noch den Beautykram; zu unterteilen in Körper (Duschgel, Shampoo, Conditioner, Bodylotion, Sonnencreme, Aftersun, OB´s), Schminksachen (wer garantiert nichts vergessen will packt nach dem letzten Mal schminken zu Hause Artikel für Artikel direkt in den Schminkbeutel – dann ist sicher alles dabei; hier nicht das Abschminkzeug vergessen), Haare (Bürste, Kamm, Glätteeisen) und Zähne (Zahnbürste, -pasta, -seide). Vollprofis und Hypochonder gehen jetzt in die medizinische Abteilung weiter: Kontaktlinsen, -Flüssigkeit und Schälchen sowie eine kleine Reiseapotheke vielleicht. Jetzt wird die Vergangenheit aufgearbeitet, denn schon im Skilager hätte ich mit der Ausstattung die mir meine Mutter mitgegeben hat problemlos einen offenen Bruch versorgen können. Das waren ca. 2 Kilo mit Tropfen für allesmögliche, Salben für dies und jenes, ein bisschen Verbandzeug, Tabletten für schlimme und leichte Halsschmerzen, Schmerzmittel für stark, mittel und leicht, Fieberthermometer, Nasenspray und ich hör jetzt auf, vollständig krieg ich das sowieso nicht mehr hin. Um es abzukürzen: die (stark) abgespeckte und durchaus sinnvolle Version ist diese: Ibuprofen (gegen alle Schmerzen), Pflaster, Blasenpflaster, kleines Wunden-Desinfektionsspray, Nasenspray (Klimaanlagen können echt gemein sein) und Ohropax. Das genügt in 95% aller Fälle, denn habe ich etwas schlimmeres (z.B. oben erwähnten offenen Bruch) suche ich in der Regel einen Arzt auf.

Jetzt zu fröhlicheren Themen, die Unterhaltung. Vielleicht noch ein Buch, Zeitschrift, Frisbee, Kartenspiel. Und abschliessend sollte man sich kurz Gedanken machen, wie und womit man bezahlen möchte. Das heisst eventuell vorab Devisen bestellen (das dauert oft 1-3 Tage) und die Kreditkarte nicht vergessen. Reiseunterlagen und Ausweis oder Pass sind manchmal auch hilfreich, vor allem in fernere Gebiete.

Ich hoffe ich hab nichts vergessen 🙂

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