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Wie man Dinge positiv sieht – München vs Stuttgart

Ein Münchner Kindl zieht nach Stuttgart. Ja wo gibts denn sowas?
“Freiwillig?”
“Oh Gott, echt?”
“Warum?”

In solch blöde Fragen und Gedanken kann man sich jetzt richtig reinsteigern oder aber man sieht es so positiv, wie man Dinge eben positiv sehen kann.

Eine Anleitung.

  1. Nicht vergleichen!

    Es passiert leider unweigerlich und wird häufig automatisch getan. Bringt aber nichts. Also so garnichts; ausser vielleicht schlechte Laune.”Nein, sowas wie den Englischen Garten gibts in Stuttgart nicht.”
    “Hm was vergleichbares?” “Nee denk nicht”
    “Oh, blöd. … Du arme, wie machst du denn das dann mit dem Hund?”

    Fakt ist: ich wohne wesentlich grüner als in meiner Altbauwohnung in der Maxvorstadt aus der ich bestenfalls die Topfpflanzen meines Nachbarn auf der anderen Straßenseite gesehen habe. Drei Parks eröffnen sich wenn ich aus der Haustüre gehe und mein Hund macht einen äußerst glücklichen Eindruck.
    Echt.

    Balou und Conny

  2. Neu ist immer gut.

    “Warum?” mögen Gewohnheitstiere raunen?
    Weil neue Bilder für den Kopf inspirierend sind. Sie lassen den Geist wach und aufmerksam bleiben. Klingt hochtrabend, macht aber Sinn. Wer macht und sieht schon jahrelang jeden Tag das gleiche? Jemand der im Knast sitzt. Ich möchte nicht tauschen. Gebe mir die allergrößte Mühe da niemals hin zu müssen. Bin lieber nach Stuttgart.

    Neue Menschen bereichern die Seele und lehren uns Offenheit. Vor allem Schwaben. Ich sollte hinsichtlich dessen übrigens offener werden was Regelkonformität angeht. Zum Beispiel den Hund an die Leine nehmen neben frisch bepflanzten Beeten und in High Society Parks. Vielleicht wird mir dann nächstes Mal zugelächelt. Ich geb alles Freunde!

    Ernsthaft, wir lernen dazu, werden wieder kreativer und in Folge dessen bestimmt auch ein kleines bisschen glücklicher. Wir bekommen eine neue Chance das beste Ich zu sein, das wir sein können. Los!

  3. Nicht pauschalisieren.

    Da hab ich doch im letzten Absatz schon wieder die Schwaben verpauschalisiert. Sorry, ist leider so naheliegend. So manch Brezel (gesprochen Brett-zel) -essende Prachtexemplare scheinen aber auch wirklich alles zu geben, wandelnde Klischees in Perfektion zu sein. Reicht eigentlich schon, wenn sie den Mund aufmachen.
    Nein.
    Wir haun uns auf die Finger und setzen unsere rosa Brille auf. Die sieht nämlich die schönen Seiten: besondere Freundlichkeit in Geschäften, penibel gepflegte Gärten, Mülltrennung und strahlende Gesichter bei der Trinkgeldvergabe. Noch lieber mag ich allerdings die Gesichter, wenn sie hören dass ich aus München hierher gezogen bin.

  4. Eigene Erfahrungen machen, unbezahlbar!

    Hätte ich auf alle negativen Stuttgartdisser und Hater in München gehört, würde man hier folgende Situation antreffen:
    dicht besiedelter Feinstaubkessel ohne Grün oder Gewässer mit Epizentrum in Gestalt von Stuttgart 21 a.k.a. der neue Hauptbahnhof a.k.a. die wandernde Dauerbaustelle; bewohnt von ausschließlich spießigen, sparsamen, braven Ur-Schwaben, die den ganzen Tag schwätze, Maultaschen, Brettzeln und Käsespätzle essen oder in ihren Weinbergen abhängen.

    Es ist nicht alles Humbug; doch wage ich zu erahnen, dass Stuttgart soviel mehr zu bieten hat. Komm schon du zerbombte Perle zeigs mir, und ich zeigs euch.

 

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